D 1 - Entwicklung der räumlichen Struktur

D 1.1 - Entwicklung der räumlichen Struktur des Landkreises Schaumburg

C 1.1.01 (LROP)

Zur Verwirklichung der Grundsätze der Raumordnung und der Ziele der Raumordnung zur allgemeinen Entwicklung des Landes gemäß Teil I des Landes-Raumordnungsprogramms ist die Entwicklung der räumlichen Struktur des Landes insbesondere auf die in den Abschnitten C 1.2 bis C 1.9 für die unterschiedlichen Raumkategorien und die Zentralen Orte festgelegten Ziele auszurichten.

C 1.1.02 (LROP)

Bei allen Planungen und Maßnahmen zur Entwicklung der räumlichen Struktur des Landes sind die wesentlichen Entwicklungskomponenten der Bevölkerungsstruktur und räumlichen Bevölkerungsverteilung sowie die Auswirkungen auf den Wohnraumbedarf zu berücksichtigen.

D 1.1.02

Bei der Ermittlung des örtlichen Bedarfs an Wohn- und Gewerbeflächen für gemeindliche Bauleitplanungen sind die überörtlichen Gesamtzusammenhänge der regionalen Bevölkerungsentwicklung zu berücksichtigen.

In Gemeinden mit zentralörtlicher Funktion, die eine kreisbezogen unterdurchschnittliche Bevölkerungsentwicklung zu verzeichnen haben, sind geeignete Strategien und Maßnahmen durchzuführen, die dieser Entwicklung entgegenwirken.

C 1.1.03 (LROP)

Mit den Planungen und Maßnahmen zur Entwicklung der räumlichen Struktur des Landes sind die Voraussetzungen zu schaffen für dessen wirtschaftliche und ökologische Umgestaltung. Sie sollen dazu dienen,

  • die vorhandene Raum- und Siedlungsstruktur zu sichern und ihr Wirkungsgefüge zu verbessern,
  • den Ausbau der Infrastruktur vorrangig auf eine qualitative Verbesserung auszurichten,
  • die natürlichen Lebensgrundlagen zu sichern und Umweltbeeinträchtigungen zu beseitigen oder zu mindern,
  • die Raumansprüche bedarfsorientiert, funktionsgerecht und umweltverträglich zu befriedigen,
  • die regionalen Besonderheiten und die endogenen Entwicklungspotentiale für den strukturellen Wandel zu nutzen und zu fördern.

D 1.1.03

Für den Landkreis Schaumburg ist eine nachhaltige Raumentwicklung anzustreben. Dabei sind die regionalen Besonderheiten und endogenen Potenziale der vielfältigen Landschafts- und Siedlungsstruktur zu stärken und weiterzuentwickeln.

Die Leitziele der Agenda 21 sind zu berücksichtigen.

Ordnungsraum und Ländlicher Raum (siehe D 1.3.05 und D 1.4.03) sollen gleichwertig zur Entwicklung des Landkreises beitragen.

Die polyzentrische Siedlungsstruktur des Landkreises ist zu sichern und nach dem Leitbild der Dezentralen Konzentration weiterzuentwickeln.

Große zusammenhängende Freiräume mit geringer Belastung sind in ihrem Bestand zu sichern und weiterzuentwickeln; ihre Vernetzung ist anzustreben.