D 1 - Entwicklung der räumlichen Struktur

D 1.3 - Ländlicher Raum

C 1.3.01 (LROP)

In den Ländlichen Räumen sind insbesondere solche Maßnahmen vorrangig durchzuführen, die ihnen eine eigenständige Entwicklung ermöglichen und die besonderen Standortvorteile für das Wohnen und die Wirtschaft nutzen. Die hohe Bedeutung der Ländlichen Räume für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen ist bei allen Entwicklungsmaßnahmen zu berücksichtigen.

C 1.3.02 (LROP)

Für die Ländlichen Räume sind folgende Maßnahmen vorrangig durchzuführen:

  • Erhaltung und Schaffung außerlandwirtschaftlicher Erwerbsmöglichkeiten durch Erschließung und Förderung des vorhandenen Entwicklungspotentials und Schaffung neuer Entwicklungsmöglichkeiten durch eine aktive Regionalpolitik.
  • Stärkung der Zentralen Orte durch Sicherung und Ausbau einer den regionalen Gegebenheiten entsprechenden und leistungsfähigen Infrastruktur.
  • Verbesserung der Erwerbsmöglichkeiten für Frauen.
  • Sicherung, Angebotsverbesserung und Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs(ÖPNV).
  • Bodenordnung zur Steuerung des Flächenumwidmungsprozesses und Umgestaltung der Agrarstrukturen zur Stärkung einer leistungsfähigen bäuerlich strukturierten Landwirtschaft und Förderung der Wirtschaftsbereiche, die der Landwirtschaft vor- oder nachgelagert sind.
  • Erhaltung und Entwicklung des ländlichen und landschaftstypischen Charakters, des Gemeinwesens und der soziokulturellen Eigenart der Dörfer und Siedlungen. Hierzu sollen Maßnahmen der Dorferneuerung und städtebaulichen Sanierung beitragen, u. a. zur Sicherung bestehender bzw. zur Folgenutzung leerstehender landwirtschaftlicher Bausubstanz.
  • Erhaltung und Wiederherstellung der Kultur- und Erholungslandschaft durch eine umweltschonende Landbewirtschaftung.
  • Erhaltung und Entwicklung eines funktional und räumlich zusammenhängenden Systems naturnaher Flächen in ausreichender Ausdehnung.
  • Verbesserung der Waldstruktur zur Sicherung einer nachhaltigen Forstwirtschaft.

D 1.3.02

Gewachsene regionstypische Orts- und Landschaftsstrukturen sind zu erhalten und qualitätssichernd bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. Für den Erhalt der vorhandenen Landwirtschaft, des Handwerks und Gewerbes ist dabei Sorge zu tragen.

Die infrastrukturelle Grundversorgung im Nahbereich ist zu sichern.

Der Tourismus und die Naherholung sind in ihrer Bedeutung als ergänzende außerlandwirtschaftliche Erwerbsgrundlagen besonders zu stärken.

C 1.3.03 (LROP)

In Ländlichen Räumen sind durch eine am Eigentums- und Mietwohnungsbaubedarf orientierte geordnete Bauleitplanung Wohnbauflächen zu schaffen.

D 1.3.03

Die Ausweisung von Siedlungsflächen im Ländlichen Raum ist schwerpunktmäßig auf die Zentralen Orte zu konzentrieren.

Einer Zersiedelung der Landschaft ist entgegenzuwirken.

(Vergleiche D 1.4.02.)

C 1.3.04 (LROP)

gilt räumlich nicht für den Landkreis Schaumburg.

C 1.3.05 (LROP)

Die Ländlichen Räume sind in der Anlage [Zeichnerische Darstellung des LROP] abschließend festgelegt.

D 1.3.05

Der Ländliche Raum im Landkreis Schaumburg umfasst die Städte Bückeburg, Obernkirchen und Rinteln, die Gemeinde Auetal sowie die Samtgemeinden Eilsen, Niedernwöhren und Nienstädt.