D 1 - Entwicklung der räumlichen Struktur

D 1.6 - Zentrale Orte, zentralörtliche Funktionen, Standorte mit besonderen Funktionen

C 1.6.01 (LROP)

[Auszug]

Mittelzentren sind :

Bad Nenndorf,

Bückeburg,

Rinteln,

Stadthagen

[...].

C 1.6.02 (LROP)

Mittelzentren mit oberzentralen Teilfunktionen sind:

Salzgitter und Wolfsburg.

C 1.6.03 (LROP)

Die Standorte der Mittelzentren, Mittelzentren mit oberzentralen Teilfunktionen und Oberzentren sind in der Zeichnerischen Darstellung festgelegt. Die Standorte der Grundzentren sind in den Regionalen Raumordnungsprogrammen festzulegen.

D 1.6.03

Auf der regionalen Ebene sind folgende Gemeindeteile als grundzentrale Standorte (Grundzentren) festgelegt:

  • in der Stadt Obernkirchen:

    • OT Obernkirchen,

  • in der Gemeinde Auetal:

    • OT Rehren,

  • in der Samtgemeinde Eilsen:

    • Bad Eilsen,

  • in der Samtgemeinde Lindhorst:

    • OT Lindhorst,

  • in der Samtgemeinde Niedernwöhren:

    • Niedernwöhren/OT Meerbeck (Schnittstelle),

  • in der Samtgemeinde Nienstädt:

    • OT Nienstädt und
    • „Bergkrug“ (Schnittstelle der Mitgliedsgemeinden Helpsen, Hespe und Seggebruch)

      Den beiden Gemeindeteilen OT Nienstädt und „Bergkrug“ ist gemeinsam, im Sinne einer Arbeitsteilung, die grundzentrale Funktion für das Samtgemeindegebiet Nienstädt zugewiesen.

  • in der Samtgemeinde Rodenberg:

    • OT Rodenberg und
    • OT Lauenau,

  • in der Samtgemeinde Sachsenhagen:

    • OT Sachsenhagen und
    • OT Hagenburg.

In dem hierarchischen Zentralörtlichen System haben die einzelnen Zentralen Orte folgende Aufgaben:

  • Die standörtlich festgelegten Mittelzentren haben zentrale Einrichtungen und Angebote für den gehobenen Bedarf bereitzustellen.

  • Die standörtlich festgelegten Grundzentren haben zentrale Einrichtungen und Angebote für den allgemeinen, täglichen Grundbedarf bereitzustellen.

Zentrale Orte haben als Standorte innerhalb der Gemeinden zentralörtliche Funktionen zu übernehmen, so dass in allen Teilen des Landkreises Schaumburg die zentralen Einrichtungen entsprechend dem Bedarf in zumutbarer Entfernung erreichbar sind.

Die Leistungsfähigkeit und Attraktivität der Mittel- und Grundzentren des Landkreises sind durch eine Stärkung der grund- bzw. mittelzentralen Funktionen zu erhalten und zu steigern.

Dieses soll insbesondere erreicht werden durch:

  • den Erhalt bzw. die Schaffung bedarfsgerechter multifunktionaler und städtebaulich attraktiver Zentrenbereiche;

  • eine Bündelung möglichst vielfältiger Bildungs-, Sozial-, Kultur- und Freizeitangebote;

  • eine Verbesserung der Erreichbarkeit der zentralörtlichen Standorte durch den Erhalt und die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur, insbesondere von Fuß- und Fahrradwegen als auch der Straßen und durch eine Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs sowie

  • eine vorrangige Ausrichtung der Siedlungsentwicklung auf die zentralen Standorte (siehe D 1.5.03).

C 1.6.04 (LROP)

Umfang und Zweckbestimmung von Einzelhandelsgroßprojekten haben der jeweiligen Stufe der Zentralen Orte zu entsprechen. Durch solche Projekte dürfen ausgeglichene Versorgungsstrukturen nicht wesentlich beeinträchtigt werden.

D 1.6.04

Die räumliche Konzentration von überwiegend auf den motorisierten Individualverkehr ausgerichteten Fachmärkten (Fachmarktagglomerationen) mit innenstadtrelevanten Sortimentsbereichen außerhalb städtebaulich integrierter Standorte ist zu verhindern.