D 1 - Entwicklung der räumlichen Struktur

D 1.9 - Vorsorgegebiete

C 1.9.01 (LROP) 

In den Regionalen Raumordnungsprogrammen sind festzulegen:

  • Vorsorgegebiete für Landwirtschaft
  • Vorsorgegebiete für Forstwirtschaft
  • Vorsorgegebiete für Rohstoffgewinnung
  • Vorsorgegebiete für Erholung
  • Vorsorgegebiete für Natur und Landschaft
  • Vorsorgegebiete für Grünlandbewirtschaftung, -pflege und -entwicklung
  • Vorsorgegebiete für Trinkwassergewinnung.

Es sind Gebiete festzulegen, die für die räumliche und strukturelle Entwicklung des Landes und der regionalen Planungsräume besonders bedeutsam sind.

D 1.9.01

In der Zeichnerischen Darstellung sind die folgenden Vorsorgegebiete festgelegt:

  • Vorsorgegebiete für Natur und Landschaft,

  • Vorsorgegebiete für Erholung,

  • Vorsorgegebiete für Landwirtschaft
    - aufgrund hohen, natürlichen, standortgebundenen landwirtschaftlichen Ertragspotenzials,

  • Vorsorgegebiete für Forstwirtschaft,

  • Vorsorgegebiete für Rohstoffgewinnung,

  • ein Vorsorgegebiet für Trinkwassergewinnung.

In Vorsorgegebieten sind alle raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen so abzustimmen, dass diese Gebiete in ihrer Eignung und besonderen Bedeutung möglichst nicht beeinträchtigt werden (LROP Nds., Teil I, B 9.02).

C 1.9.02 (LROP)

Die räumlich-konkrete Umsetzung der in den Beikarten 1 bis 7 [des LROP] nach Inhalt und Umfang zum Ausdruck gebrachten fachlichen Zielvorstellungen des Landes erfolgt eigenverantwortlich durch die Träger der Regionalplanung auf der Grundlage der in den Abschnitten C 2 und C 3 aufgeführten Ziele und der genannten fachlichen Grundlagen.

Die Inhalte der Beikarten 1 bis 7 [des LROP] sind vollständig in die Abwägung mit anderen Nutzungsansprüchen einzubringen. Dabei sind die Inhalte der Beikarten sowohl untereinander als auch mit vorhandenen und zu entwickelnden regionalen Vorrang-, Vorsorge- und sonstigen Nutzungsansprüchen abzuwägen. Abweichungen von den Inhalten der Beikarten 1 bis 7 [des LROP] bei der räumlich-konkreten Umsetzung in den Regionalen Raumordnungsprogrammen müssen durch das Ergebnis einer sachgerechten Gesamtabwägung begründet sein.

C 1.9.03 (LROP)

Überlagerungen verschiedener Vorsorgegebiete sind zu vermeiden, wenn die Arten des Schutzes und  der Nutzung nicht miteinander in Einklang stehen oder zu bringen sind.