D2 - Schutz, Pflege und Entwicklung der natürlichen Lebensgrundlagen, der Kulturlandschaften und der kulturellen Sachgüter

D 2.6 - Schutz der Kulturlandschaften und der kulturellen Sachgüter

C 2.6.01 (LROP)

Kulturlandschaften sind so zu erhalten und zu pflegen, daß historische Landnutzungsformen und Siedlungsstrukturen sowie prägende Landschaftsstrukturen und Naturdenkmale dauerhaft erhalten bleiben. Gestaltungs-, Nutzungs- und Pflegemaßnahmen sollen dem Erhalt der Kulturlandschaften dienen.

C 2.6.02 (LROP)

Kulturelle Sachgüter, dazu zählen u.a. historische Bausubstanz, historische Gärten und Parkanlagen, einzelne Kultur- und Bodendenkmale sowie historisch wertvolle Gegenstände, sind nach Möglichkeit im Ensemble, an ihrem ursprünglichen Standort und in ihrem Kulturzusammenhang zu sichern und zu erhalten.

D 2.6.01/02

Die Eigenart der Landschaftsräume prägende Elemente der historischen Kulturlandschaft sind zur Wahrung der gewachsenen kulturellen Identität der Region dauerhaft zu sichern und in ihrem Bestand zu erhalten. Dazu gehören insbesondere Zeugnisse traditioneller landwirtschaftlicher Nutzung, Relikte historischer Waldnutzungsformen, die Hagenhufendörfer mit historischer Fluraufteilung, Zeugnisse des Bergbaus und des historischen Sandsteinabbaus in den Bückebergen, historische Gärten, Parkanlagen und Friedhöfe, Alleen mit altem Baumbestand sowie eine Vielzahl baulicher Anlagen und archäologischer Denkmale.

Die in der Zeichnerischen Darstellung festgelegten „Kulturellen Sachgüter“ sind aufgrund ihrer herausragenden raumprägenden Bedeutung in ihrem Gesamtzusammenhang zu sichern und ggf. verträglich zu nutzen. Störende Maßnahmen im Umfeld sind zu vermeiden.

C 2.6.03 (LROP)

Die Siedlungsstruktur ist so weiterzuentwickeln, daß sie sich in die historisch gewachsene Kulturlandschaft einpaßt und kulturelle Sachgüter erhalten werden. Notwendige Erneuerungen und Umstrukturierungen im Siedlungsbestand sind behutsam so durchzuführen, daß historische Bausubstanz und historische Siedlungsstrukturen in ihren Funktionen möglichst gesichert und die Lebensbedingungen der Bewohner verbessert werden.

D 2.6.03

Historisch gewachsene und erhaltene Siedlungen sind einschließlich ihrer siedlungsbildprägenden Freiräume wie Obstgärten, hofnahe Wiesen und Weiden etc. im Sinne einer behutsamen Dorf- und Stadterneuerung zu erhalten und weiterzuentwickeln. Neubauten sind harmonisch in das Gesamtbild des Ortes einzupassen.

C 2.6.04 (LROP)

Historische und besonders wertvolle Teile der Kulturlandschaften und kulturelle Sachgüter sollen flächendeckend erfaßt, erforscht und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

D 2.6.04

Die für die kulturelle Identität des Planungsraumes besonders bedeutenden Einzelobjekte der historischen Kulturlandschaft sind in ihrer Bedeutung zu stärken und den Bewohnern und Besuchern des Landkreises in geeigneter Weise näher zu bringen.