Vorwort

Um den heutigen strukturpolitischen Herausforderungen zu begegnen, finden vielfältige Planungen auf ganz unterschiedlichen Ebenen statt. Dabei werden die Abwägungs- und Entscheidungsprozesse ständig komplexer.

Entscheidende Voraussetzung für die Nachhaltigkeit einzelner Handlungsmaßnahmen und damit für die weitere positive Entwicklung des Landkreises ist es, diese auf ein gemeinsames gesamträumliches Leitbild auszurichten. Dazu dient dieses Regionale Raumordnungsprogramm (RROP), dessen Aufstellungsverfahren mehrere Jahre in Anspruch genommen hat.

Im RROP sind - auf Basis eines umfangreichen Beteiligungsprozesses - die miteinander konkurrierenden raumbezogenen Planungen, wie z. B. Land- und Forstwirtschaft, gewerbliche Wirtschaft, Verkehr, Naturschutz und vieles mehr aufeinan-der abgestimmt worden. Die im regionalen Konsens getroffenen Zielfestlegungen sind nun für alle Adressaten mit raumbezogenen Planungen, insbesondere die Städte und Gemeinden, verbindlich.

Sie bilden den Rahmen für eine koordinierte gesamträumliche Entwicklung und lassen dennoch hinreichenden Gestaltungsspielraum.

Der Regionalplan für den Landkreis Schaumburg trägt der besonderen polyzentrischen Siedlungsstruktur mit vier Mittelzentren und einer Vielzahl von grundzentralen Standorten Rechnung. Er ist darauf ausgerichtet, die jeweiligen endogenen Entwicklungspotenziale seiner unterschiedlichen Teilräume gleichermaßen zu fördern. Demgemäß sind auch die Chancen regionaler Kooperationen entsprechend der räumlich unterschiedlichen Verflechtungen von Teilgebieten mit benachbarten Planungsräumen berücksichtigt worden.

Ich bin sicher, dass sich das Regionale Raumordnungsprogramm als wertvolles Planungsinstrumentarium erweisen wird.

Heinz-Georg Schöttelndreier
Landrat