D 3 - Nutzung und Entwicklung natürlicher und raumstruktureller Standortvoraussetzungen

D 3.6 - Verkehr und Kommunikation

D 3.6.4 - Schifffahrt

C 3.6.4.01 (LROP)

Die Funktionsfähigkeit der wirtschaftlich bedeutenden See-, Binnen- und Inselversorgungshäfen ist zu sichern. [...] Die Binnenwasserstraßen sind bedarfsgerecht zu unterhalten und entsprechend ihrer verkehrlichen Bedeutung auszubauen, soweit dies umweltverträglich möglich ist. Damit wird angestrebt, Güter auf den umweltverträglicheren Verkehrsträger Schiffahrt zu verlagern.

D 3.6.4.01

Die im Landkreis Schaumburg vorhandenen Wasserstraßen Mittellandkanal (MKL) und Oberweser sollen im Rahmen eines gesamtwirtschaftlich sinnvollen Verkehrsmitteleinsatzes unter voller Ausnutzung ihrer Kapazität dem Gütertransport dienen. Die Hafenanlage an der Weser in der Stadt Rinteln ist zu erhalten.

C 3.6.4.02 (LROP)

[Auszug]

Als Vorrangstandorte werden folgende Seehäfen bestimmt:

  • Emden
  • Wilhelmshaven
  • [...]

Sie sind in den Regionalen Raumordnungsprogrammen räumlich näher festzulegen; weitere Hafenstandorte können in den Regionalen Raumordnungsprogrammen berücksichtigt werden.

C 3.6.4.03 bis C 3.6.4.04 (LROP)

gelten räumlich nicht für den Landkreis Schaumburg.

C 3.6.4.05 (LROP)

Der Mittellandkanal ist für den Einsatz des 2000-t-Schiffes vordringlich auszubauen. Der Ausbau der Häfen und - soweit wirtschaftlich und umweltverträglich durchführbar - der Stichkanäle ist hieran anzupassen.

Die Mittelweser zwischen Minden und Bremen ist für das 1350-t-Schiff auszubauen.

Alle übrigen in der Zeichnerischen Darstellung enthaltenen Binnenschiffahrtsstraßen sind in ihrem Ausbauzustand zu sichern.

C 3.6.4.06 (LROP)

Mit dem Ausbau der Seezufahrten und Binnenwasserstraßen unvermeidbar verbundene Eingriffe in für den Naturschutz wertvolle Bereiche sind grundsätzlich nur zuIässig, soweit ein Ausgleich möglich ist. Bei Vorrang der Belange der Schiffahrt sind die zerstörten
Funktionen oder Werte des Naturhaushalts oder des Landschaftsbildes an anderer Stelle des von dem Eingriff betroffenen Raumes in ähnlicher Art und Weise wiederherzustellen. Insbesondere innerhalb besiedelter Gebiete sind
Eingriffe in stadtökologisch wertvolle Bereiche durch entsprechende Gestaltung auszugleichen.

D 3.6.4.05/06

Der Mittellandkanal ist für den Einsatz des Großmotorgüterschiffes (2.300 t) und Schubverbände bis 185 m Länge ausgebaut. Ausgebaute Abschnitte des Mittellandkanals sind in ihrem Ausbauzustand zu sichern.

Die Oberweser ist in ihrem Ausbauzustand für das 1000 t-Schiff zu erhalten. Die Leistungsfähigkeit der Weser als Binnenwasserstraße darf nicht durch wasserstandsmindernde Maßnahmen im Einzugsgebiet der Oberweser herabgesetzt werden.

Die Umschlagplätze für Schütt- und Massengüter am Mittellandkanal und an der Weser sind zu erhalten bzw. bedarfsgerecht auszubauen.