D 3 - Nutzung und Entwicklung natürlicher und raumstruktureller Standortvoraussetzungen

D 3.6 - Verkehr und Kommunikation

D 3.6.5 - Luftfahrt

C 3.6.5.01 (LROP)

Die für die Entwicklung des Landes und seiner Teilbereiche erforderliche Luftverkehrsbedienung ist auf ein sicheres, leistungsfähiges und dem Stand der Technik entsprechendes Niveau zu bringen.
Dazu ist

  • der Anschluß des Landes an den interkontinentalen und internationalen Luftverkehr über die Verkehrsflughäfen Hannover und Hamburg sowie zusätzlich an den internationalen Luftverkehr über die Verkehrsflughäfen Bremen und Münster/Osnabrück sicherzustellen,
  • der Luftverkehr in ein integriertes Gesamtverkehrskonzept einzubinden und insbesondere mit dem Schienenverkehr zu verknüpfen,
  • die Flugsicherheit zu verbessern und
  • die Umweltbelastung durch Flugverkehr zu reduzieren.

C 3.6.5.02 (LROP)

Der Verkehrsflughafen Hannover hat landesweite und darüber hinausreichende Bedeutung. Seine Entwicklungschancen sind zu nutzen. Sein Ausbaustandard und der bestehende Anschluß an den internationalen und interkontinentalen Luftverkehr sind zu sichern. Die Funktionsfähigkeit des Verkehrsflughafens Hannover darf nicht durch das Heranwachsen von Wohnbebauung behindert werden (Ziffer C 2.4.11).

Zur Verbesserung der Verkehrsanbindung des Flughafens wie auch zur Erweiterung seines Einzugsbereichs sind der Anschluß an das Schienennetz der Deutschen Bahn AG, der S-Bahn-Anschluß zum Hauptbahnhof Hannover mit Weiterführung zum Messegelände sowie eine Arbeitsteilung mit den Verkehrsflughäfen außerhalb Niedersachsens vorzusehen.

Der Verkehrsflughafen Hannover wird als Vorrangstandort festgelegt.

C 3.6.5.03 (LROP)

[Auszug]

Landeplätze mit regionaler Bedeutung für den Geschäftsreiseverkehr und den gewerblichen Luftverkehr sind in den Regionalen Raumordnungsprogrammen zu bestimmen und räumlich festzulegen.

D 3.6.5.03

Der regional bedeutsame Verkehrslandeplatz Rinteln, der zugleich als Segelflugplatz genutzt wird, ist in seinem Bestand zu sichern und bei Bedarf weiterzuentwickeln.

Der Segelflugplatz Bückeburg-Weinberg ist zu sichern.

Die bei den Kreiskrankenhäusern Stadthagen und Rinteln bestehenden Freiflächen, die für Hubschrauberlandungen geeignet sind, sind zu erhalten. Darüber hinaus ist ein Ausbau für einen 24-Stundenbetrieb für medizinische Noteinsätze anzustreben.

C 3.6.5.04 (LROP)

Die An- und Abflugrouten für den Luftverkehr sind unter Lärmschutz- und Sicherheitsgesichtspunkten mit der Siedlungsstruktur so abzustimmen, daß die Lärmbelastung für die Bevölkerung minimiert wird.

D 3.6.5.04

Bei den Festlegungen der räumlichen und zeitlichen Beschränkungen des Flugverkehrs sind auch die Belange der natur- und landschaftsbezogenen ruhigen Erholung zu berücksichtigen.

Die Überfliegung von Erholungsgebieten sollte vermieden werden bzw. in einer Höhe stattfinden, die nicht mehr als lärmrelevant einzustufen ist.