D 3 - Nutzung und Entwicklung natürlicher und raumstruktureller Standortvoraussetzungen

D 3.10 - Abfallwirtschaft

D 3.10.0 - Abfallwirtschaft allgemein

C 3.10.0.01 (LROP)

Abfälle sind zu vermeiden. Abfälle, die nicht vermieden, vermindert oder verwertet werden können, sind nach dem Stand der Technik möglichst schadlos zu behandeln und möglichst gefahrlos abzulagern.

D 3.10.0.01

Die Abfallentsorgungs- und die Abfallgebührensatzung des Landkreises Schaumburg sind weiterhin nach dem Grundsatz der Abfallvermeidung und -verwertung auszugestalten und fortzuschreiben. Darüber hinaus sind die Grundsätze der Abfallvermeidung und -verwertung durch eine intensive Abfallberatung und Öffentlichkeitsarbeit sowie vorbildhaftes Verhalten seitens der öffentlichen Hand umzusetzen. Möglichkeiten der Rohstoffrückgewinnung aus Abfällen sind für die einzelnen Abfallgruppen laufend bei ihrer Sammlung und Verwertung zu prüfen.

C 3.10.0.02 (LROP)

Anlagen zur Verwertung, Behandlung und Ablagerung von Abfällen sind im Rahmen integrierter Entsorgungskonzepte, ggf. über den Zuständigkeitsbereich entsorgungspflichtiger Körperschaften  hinaus, zu planen; sie sollen sich zur Minimierung der Transportwege an Anfallschwerpunkten orientieren.

D 3.10.0.02

Im Rahmen integrierter gebietsübergreifender Entsorgungskonzepte ist die künftige Abfallwirtschaft im Landkreis Schaumburg nach Möglichkeit im Verbund mit anderen öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern, insbesondere mit den benachbarten Landkreisen, zu betreiben.

C 3.10.0.03 (LROP)

In allen Teilen des Landes ist nach Art und Menge des anfallenden Abfalls ausreichende Standortvorsorge für Abfallentsorgungsanlagen zu treffen.

Günstige natürliche, überwiegend hydrogeologische Standortvoraussetzungen für Anlagen zur Ablagerung von Abfällen - Deponien - sind bei allen raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen zu berücksichtigen.

Im Hinblick auf die erforderliche artspezifische Entsorgung sind sowohl obertägige als auch untertägige Ablagerungsmöglichkeiten zu schaffen. Für die obertägige Ablagerung sowohl für Siedlungsabfall als auch für Sonderabfall sind insbesondere Tongesteinsformationen mit geringer Gebirgsdurchlässigkeit, für die untertägige Ablagerung von Sonderabfällen insbesondere Hohlräume im Salzgestein (aufgelassene Salzbergwerke, Aussolung von Kavernen) zu nutzen.

D 3.10.0.03

Im Landkreis Schaumburg ist die Entsorgungssicherheit des anfallenden Abfalls durch ausreichende Standortvorsorge für Abfallentsorgungsanlagen und, soweit möglich bzw. erforderlich, durch abfallwirtschaftliche Kooperationen mit anderen öffentlich-rechtlichen  Entsorgungsträgern zu gewährleisten.

Zur Standortvorsorge sind in der Zeichnerischen Darstellung Vorrangstandorte für die Entsorgung von Siedlungsabfällen und anderen Abfällen festgelegt (siehe C 3.10.1.01/02).

C 3.10.0.04 (LROP)

Standorte der Abfallentsorgung sind an das regionale Verkehrsnetz anzubinden.

D 3.10.0.04

Soweit sinnvoll möglich, ist eine Anbindung an das Schienen- oder Wasserstraßennetz herzustellen. Eine belastungsminimierende Anbindung ist bei allen Standorten anzustreben.

C 3.10.0.05 (LROP)

Deponien sind landschaftsgerecht einzubinden; hierzu gehören insbesondere ein ausreichender Sichtschutz und die abschnittsweise Beschickung der Deponie.

C 3.10.0.06 (LROP)

gilt räumlich nicht für den Landkreis Schaumburg.

C 3.10.07 (LROP)

gilt räumlich nicht für den Landkreis Schaumburg.