E 3 - Nutzung und Entwicklung natürlicher und raumstruktureller Standortvoraussetzungen

E 3.0 - Umwelt und sozialverträgliche Entwicklung der Wirtschaft und der Infrastruktur

Allgemein

Als Grundlage für die längerfristige Planung der Entwicklung des Wirtschaftsstandortes und der Arbeitsmarktregion Landkreis Schaumburg hat der Landkreis durch das Niedersächsische Institut für Wirtschaftsforschung ein Wirtschafts- und Gewerbeflächenkonzept erarbeiten lassen (NIW (Hrsg.) (1998)). Des Weiteren haben die Landkreise Holzminden, Hameln-Pyrmont und Schaumburg im Jahr 2000 ein Regionales Entwicklungskonzept (REK) für ihr Gebiet entwickelt (Weserbergland Region (Hrsg.) (2000); siehe E 1.2.01 bis E 1.2.04). Ziele und Handlungsempfehlungen des Gutachtens und des REK sind in die Ziele und Grundsätze sowie die Erläuterungen des Regionalen Raumordnungsprogramms eingeflossen.


Struktur und Entwicklung des Produzierenden Gewerbes

Die Branchenstruktur des Produzierenden Gewerbes im Landkreis Schaumburg weist ein ausgeprägtes Spezialisierungsmuster auf. Von den knapp 18.000 Beschäftigten des Verarbeitenden Gewerbes im Jahr 1998 entfallen fast 65 % auf die größten Industriebranchen, nämlich der Herstellung von Eisen-, Blech- und Metallwaren, die Glasindustrie und Industrie der Steine und Erden (einschl. Glasindustrie), den Maschinenbau, die Elektrotechnik sowie auf das Ernährungsgewerbe. Weitere 17 % der Beschäftigten arbeiten im Baugewerbe (vgl. Abb. 3.0/1).

Die Betriebsgrößenstrukturen des Produzierenden Gewerbes im Landkreis Schaumburg weisen eine ausgewogene Mischung von kleinen, mittleren und großen Industriebetrieben auf. Fünf Großbetriebe (ab 500 Beschäftigte) haben zusammen etwa 40 % der industriellen Arbeitsplätze; auf 36 Betriebe mittlerer Größenordnung entfallen ebenfalls etwa 40 % und auf 146 Kleinbetriebe (weniger als 50 Beschäftigte) knapp 20 % der Arbeitsplätze (vgl. NIW (Hrsg.) (1998), Teil B, S.7).

 

Abb. 3.0/1: Anteil der Wirtschaftszweige an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Produzierenden Gewerbe insgesamt im Jahr 1998 in %

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EBM-Waren: Eisen-, Blech- und Metallwaren

Quelle: NLS (Hrsg.) (1999)


Beschäftigtenentwicklung im Produzierenden Gewerbe

Das Produzierende Gewerbe im Landkreis Schaumburg profitierte im Vergleich zum Land überdurchschnittlich von der Wiedervereinigung. Zwischen 1989 und 1992 kam es zu einem Zuwachs von 2.000 Arbeitsplätzen. In praktisch allen Industriezweigen waren Arbeitsplatzzuwächse zu verzeichnen.

Nach Einsetzen der bundesweiten Rezession und der Strukturkrise seit 1992 erwies sich das Produzierende Gewerbe im Landkreis Schaumburg zwar als weniger anfällig als in Niedersachsen insgesamt, dennoch war ein Verlust von 2.800 Arbeitsplätzen zwischen 1992 und 1998 zu registrieren1)  (NIW (Hrsg.) (1998), Teil B, S.9 und vgl. Abb. 3.0/2a und 3.0/2b).

1) Die Zahlen für 1999 sind in die Betrachtung noch nicht eingeflossen, da die Beschäftigtenstatistik seit dem 30.06.1998 auf die WZ 93 umgestellt worden ist. Nach Angaben des NLS hat das Ergebnis für den 30.06.1999 nur vorläufigen Charakter.

Beschäftigtenentwicklung im Dienstleistungssektor

Der Dienstleistungssektor entwickelte sich im Landkreis Schaumburg zwischen 1987 und 1996 in etwa wie in Niedersachsen mit einem kontinuierlichen Anstieg der Beschäftigtenzahlen. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum im Landkreis 3.000 neue Arbeitsplätze geschaffen.
Erst ab 1997 unterscheidet sich die Entwicklung im Landkreis von der in Niedersachsen. Während in Niedersachsen die Beschäftigtenzahlen zwischen 1997 und 1998 praktisch stagnierten, sanken sie im gleichen Zeitraum im Landkreis Schaumburg (vgl. Abb. 3.0/2a sowie 3.0/2b ). Diese Entwicklung ist durch die Struktur des Dienstleistungssektors im Planungsraum erklärbar. Gemessen am Bundesdurchschnitt ist er in besonderer Weise auf das Sozial- und Gesundheitswesen spezialisiert, hier besonders in den Kurorten Bad Nenndorf und Bad Eilsen (vgl. NIW (Hrsg.) (1998), Teil B, S. 10). Aufgrund der Auswirkungen der Gesundheitsreform mussten hier Kliniken schließen und/oder  Personal abgebaut werden (vgl. E 3.1.07).


E 3.0.01

Die Priorität auf die Wirtschafts- und Arbeitsmarktentwicklung zu legen bedeutet keinesfalls eine Nichtbeachtung der Belange des Natur- und Umweltschutzes. Vielmehr will sich der Landkreis langfristig als attraktiver Wirtschaftsraum mit hoher Lebens- und Umweltqualität profilieren (Weserbergland Region (Hrsg.) (2000), S. 22). Konflikte zwischen Unternehmen, Bevölkerung und Umwelt müssen hierfür soweit wie möglich reduziert werden. Allerdings lassen sich Zielkonflikte nicht immer vollständig lösen. Aber gerade die konzeptionellen Überlegungen im Rahmen der langfristigen Sicherung und Entwicklung von Gewerbeflächen sollen dazu beitragen, bereits im Vorfeld Umweltbelastungen und Nutzungskonflikte zu verringern.

 

Abb. 3.0/2a: Entwicklung des prozentualen Anteils der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten an den Wirtschaftszweigen im Land Niedersachsen zwischen 1987 und 1998

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Quelle: NLS (Hrsg.)(1999)


Abb. 3.0/2b: Entwicklung des prozentualen Anteils der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten an den Wirtschaftszweigen im Landkreis Schaumburg zwischen 1987 und 1998

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Quelle: NLS (Hrsg.) (1999)


E 3.0.02/03

Das vorrangige Ziel der regionalen Struktur- und Arbeitsmarktpolitik bildet die Erhaltung und Strukturverbesserung der wirtschaftlichen Substanz. Diesem Ziel dienen:

  • die Erklärung der Wirtschaftsförderung zur „Chefsache“,


  • die Verbesserung der Standortbedingungen durch Ausbau der Verkehrsinfrastruktur sowie


  • die Sicherung und Entwicklung eines zukunftsorientierten Gewerbeflächenangebotes unter Berücksichtigung der Möglichkeiten und Notwendigkeiten der gesamten Region (Gemeinden und Landkreis) (vgl. NIW (Hrsg.) (1998), Teil B, S. 49).

Die endogenen Entwicklungspotenziale der Region sollen durch eine noch stärkere Ausrichtung auf eine wirtschafts- und arbeitsmarktorientierte Kreisentwicklung erschlossen werden. Hierzu ist auf den Aufbau eines Kommunikations- und Kooperationsnetzwerkes zwischen dem Landkreis und den Gemeinden zum Austausch von wirtschaftsförderungsrelevanten Daten hinzuwirken (vgl. NIW (Hrsg.) (1998), Teil B, S. 44-45 und Weserbergland Region (Hrsg.) (2000), S. 25). Vor allem die Gemeinden als „ortsnähere Partner" müssen ihre Kenntnis über Engpässe in der Unternehmensentwicklung, über mögliche Beratungs- und Handlungsbedarfe unmittelbar weitergeben und gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises Hilfestellungen anbieten (NIW (Hrsg.) (1998), Teil B, S. 60).

Die Wirtschaft und die wirtschaftsnahe Infrastruktur im Landkreis Schaumburg sind in der Arbeitsmarktregion so zu gestalten und zu entwickeln, dass

  • die berechtigten Standortanforderungen der vorhandenen Unternehmen berücksichtigt werden,


  • parallel dazu die regionalen Standortbedingungen so verbessert werden, dass gegebene Engpässe und Behinderungen abgebaut und damit die Position der Unternehmen im überregionalen Wettbewerb auf Dauer gestärkt wird,


  • eine planerische Vorsorge für die längerfristige Sicherung von Gewerbeflächenreserven getroffen wird (vgl. NIW (Hrsg.) (1998), Teil B, S.55),


  • stabile und wachstumsfähige Betriebe sowie potenzielle Zukunftsbranchen durch Förderung und Optimierung der betrieblichen Standortrahmenbedingungen gesichert oder zur Ansiedlung gewonnen und


  • die weichen Standortfaktoren Umweltqualität, Wohn-, Freizeit und Gesundheitswert gesichert werden.

Bei der Planung von Siedlungs- und Gewerbeflächen sind die Einschätzungen der einzelnen Städte und Gemeinden als Wirtschaftsstandorttypen des Niedersächsischen Institutes für Wirtschaftsforschung (NIW), die in Tabelle 3.0/1 enthalten sind, zu berücksichtigen. Des Weiteren sind bei der Standort- und Gewerbeflächenplanung insbesondere auch die in D 1.1.03, D 1.5.03 und C 1.5.06 genannten Zielsetzungen relevant.

 

Tabelle 3.0/1a: Wirtschaftsstandorttypen im Landkreis Schaumburg

Standort

Wohnstandort

(Rang)1)

Wirtschaftsstandort

(Rang) 2)

Pendlerbilanz3) (in %)

Standorttyp 4)

Kurzcharakteristik

Stadthagen

23.900
(2)

10.300
(1)

+38

I B

Zweitgrößter Wohn- und größter Wirtschaftsstandort, Kreisstadt, Industriestandort mit insgesamt 3.900 Industriebeschäftigen, 2 industriellen Großbetrieben (EBM-Waren, Elektrotechnik), 4 mittleren und 16 industriellen Kleinbetrieben, mit Abstand bedeutendster Einkaufsstandort des Landkreises, dominierendes Einpendlerzentrum des Landkreises, zentrale Lage im nördlichen Kreisgebiet, günstige Lage an der Achse der B 65, allerdings deutliche Entfernung zur Ost-West-Achse der A 2

Rinteln

28.500
(1)

8.900
(2)

-2

I B

Größter Wohn- und zweitgrößter Wirtschaftsstandort des Landkreises, Industriestandort mit insgesamt 3.100 Beschäftigten, einem industriellen Großbetrieb (Getränkeindustrie), 15 Mittel- und 42 industriellen Kleinbetrieben, zweitgrößter Einkaufs- und Dienstleistungsstandort des Landkreises, ausgeglichene Pendlerbilanz, Lage unmittelbar an der Ost-West-Achse der A 2, B 238 und B 83, Nähe zum ostwestfälischen Wirtschaftsraum

Bückeburg

20.800
(3)

6.140
(3)

-2

I B

Drittgrößter Wohn- und Wirtschaftsstandort des Landkreises, Industriestandort mit 1.500 Beschäftigten, ein industrieller Großbetrieb, zwei mittelgroße Betriebe und 15 industrielle Kleinbetriebe, ausgeglichene Pendlerbilanz, relativ gute Lage an der B 65 und B 83, Nähe zum ostwestfälischen Wirtschaftsraum, in der Nähe der Ost-West-Achse der A 2, Mittellandkanal durchquert das Stadtgebiet im Norden (Hafen)

Obernkirchen

10.600
(4)

3.490
(4)

+4

II A

Mit deutlichem Abstand viertgrößter Wirtschaftsstandort des Landkreises, Industriestandort mit Dominanz von einem industriellen Großbetrieb (Glasindustrie), 2 Mittelbetriebe und 7 Kleinbetriebe, unterdurchschnittliche Einzelhandelszentralität, ausgeglichene Pendlerbilanz

SG Nenndorf

16.300

2.690

-43


Samtgemeinde mit vier Mitgliedsgemeinden, davon drei ländlich geprägte Wohnstandorte, Dienstleistungsstandort mit 2.400 Arbeitsplätzen im Dienstleistungssektor, zentrale Mitgliedsgemeinde ist herausragender Kurort mit über 300.000 Übernachtungen, viertgrößter Einzelhandelsstandort im Landkreis (insbesondere aufgrund der Kurfunktion), kleiner Industriestandort mit einem Mittelbetrieb und 8 industriellen Kleinbetrieben, hoher Auspendlerüberschuss aufgrund starker Verflechtungen mit dem Großraum Hannover, herausragende Lage an der Ost-West-Achse der A 2, Schnittpunkt mit der B 65, exponierte Lage zum Großraum Hannover

Bad Nenndorf

10.100
(5)

2.290
(5)

-14

II A

Herausragender Kur- und Tourismusstandort (größter im Landkreis) mit 230.000 Übernachtungen (1997), vier Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen mit zusammen knapp 1.000 Betten, starker Strukturwandel im Kurbereich, Schließung einer Kurklinik, Abbau von fast 100 Betten, leichter Auspendlerüberschuss

Haste

2.500

150

-83

III C

ländlich geprägter ausschließlicher Wohnstandort, extrem hohe Auspendlerzahlen, günstige Lage zum Großraum Hannover, vor allem auch im ÖPNV, Nähe zur A 2

Hohnhorst

2.200

120

-82

III C

ländlich geprägter ausschließlicher Wohnstandort, extrem hohe Auspendlerzahlen

Suthfeld

1.500

120

-78

III C

ländlich geprägter ausschließlicher Wohnstandort, extrem hohe Auspendlerzahlen

SG Eilsen

6.900

2.130

+15


Samtgemeinde mit 5 Mitgliedsgemeinden, herausragende Lage an der Ost-West-Achse der A 2, Kurortfunktion, gute Lage zum ostwestfälischen Wirtschaftsraum (über die B 83)

Ahnsen

1.200

600
(11)

+79

III A

kleiner Wohnstandort, mittlerer Wirtschaftsstandort, hoher Einpendlerüberschuss, unmittelbare Randgemeinde von Bückeburg

Bad Eilsen

2.300

1.060
(7)

+97

II B

herausragender Kur- und Tourismusstandort (zweitgrößter im Landkreis) mit 188.000 Übernachtungen (1997) und etwa 800 Betten

[Anmerkung des Landkreises: im Jahr 2001 450 Betten] in 5 Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, starker Strukturwandel in Zuge der Gesundheitsreform mit zwei [Anmerkung des Landkreises: bis 2001 insgesamt vier] Klinikschließungen und dem Abbau von fast 300 Betten innerhalb von zwei Jahren, sehr hoher Einpendlerüberschuss

Buchholz

800

120

-54

III C

ländlich geprägter ausschließlicher Wohnstandort, hohe Auspendlerzahl

Heeßen

1.600

130

-70

III C

ländlich geprägter ausschließlicher Wohnstandort, sehr hohe Auspendlerzahlen

Luhden

1.100

220

-33

III B

Wohnstandort, kleiner Wirtschaftsstandort, hoher Auspendlerüberschuss, herausragend gute Lage zur A 2 und zur B 83

SG Rodenberg

14.700

2.050

-59


Samtgemeinde mit 5 überwiegend ländlich geprägten Mitgliedsgemeinden, darunter einem kleineren und einem mittleren Wirtschaftsstandort, Industriestandort mit 3 mittleren und 13 kleineren Industriebetrieben (mit zusammen knapp 600 Beschäftigten), geringe Einzelhandelszentralität, hoher Auspendlerüberschuss, insgesamt sehr gute großräumliche Lage an der A 2, Nähe zum Großraum Hannover

Apelern

2.600

170

-80

III C

ländlich geprägter ausschließlicher Wohnstandort, extrem hohe Auspendlerzahlen

Hülsede

1.100

170

-64

III C

ländlich geprägter ausschließlicher Wohnstandort, sehr hohe Auspendlerzahlen

Lauenau

3.700
(11)

540

-56

III A

ländlich geprägter Wohnstandort, kleiner Wirtschaftsstandort, hoher Auspendlerüberschuss

Messenkamp

800

30

-86

III C

ländlich geprägter ausschließlicher Wohnstandort, extrem hohe Auspendlerzahlen

Pohle

900

80

-71

III C

ländlich geprägter ausschließlicher Wohnstandort, sehr hohe Auspendlerzahlen

Rodenberg

5.700
(7)

1.070
(6)

-47

II B

Wohnstandort, mittlerer Wirtschaftsstandort, hoher Auspendlerüberschuss

SG Nienstädt

10.100

1.360

-59


Samtgemeinde mit vier Mitgliedsgemeinden, darunter zwei ländlich geprägte, reine Wohnstandorte und zwei mittlere Wirtschaftsstandorte, hohe Auspendlerzahlen, günstige Lage zwischen Stadthagen und Bückeburg an der B 65

Helpsen

2.000

610
(10)

-10

III A

kleiner Industriestandort, ausgeglichene Pendlerbilanz, starke Wanderungsgewinne, unmittelbare Randgemeinde von Stadthagen

Hespe

1.900

90

-84

III C

ländlich geprägter ausschließlicher Wohnstandort, extrem hohe Auspendlerzahlen, unmittelbare Randgemeinde von Stadthagen

Nienstädt

4.900
(8)

610
(9)

-61

III A

Wohnstandort, mittlerer Wirtschaftsstandort, hohe Auspendlerzahlen, günstige Lage an der B 65, unmittelbare Randgemeinde von Stadthagen

Seggebruch

1.300

50

-88

III C

ländlich geprägter ausschließlicher Wohnstandort, extrem hohe Auspendlerzahlen

SG Sachsenhagen

9.100

900

-73


Ländlich geprägte Samtgemeinde mit 4 Mitgliedsgemeinden, darunter zwei reine Wohngemeinden und 2 sehr kleine Wirtschaftsstandorte, B 441 (Hannover-Stolzenau) quert das Samtgemeindegebiet im Norden, relative Nähe zum Großraum Hannover (Stadt Wunstorf), Mittellandkanal durchquert das Samtgemeindegebiet (Hafen)

Auhagen

1.400

20

-97

III C

ländlich geprägter ausschließlicher Wohnstandort, extrem hoher Auspendlerüberschuss

Hagenburg

3.900
(10)

420

-72

III B

Wohnstandort, sehr kleiner Wirtschaftsstandort, sehr hoher Auspendlerüberschuss

Sachsenhagen

2.000

360

-52

III B

Wohnstandort, sehr kleiner Wirtschaftsstandort, hoher Auspendlerüberschuss

Wölpinghausen

1.800

110

-81

III C

ländlich geprägter ausschließlicher Wohnstandort, extrem hoher Auspendlerüberschuss

SG Lindhorst

8.400

890

-68


Kleine Samtgemeinde mit insgesamt etwa 8.000 Einwohnern in vier Mitgliedsgemeinden, ländlich geprägte Wohngemeinden, sehr kleiner Wirtschaftsstandort mit insgesamt 900 Arbeitsplätzen, Handwerk und Dienstleistungen dominieren, sehr kleiner Industriestandort mit weniger als 200 Beschäftigten, 1 Mittelbetrieb, 8 Kleinbetriebe, teilweise vergleichsweise gute Lage an der Achse der B 65, relative Nähe zum Großraum Hannover, Umlandgemeinde der Kreisstadt Stadthagen,

Beckedorf

1.500

60

-87

III C

ländlich geprägter ausschließlicher Wohnstandort, extrem hohe Auspendlerzahlen

Heuerßen

1.000

70

-82

III C

ländlich geprägter ausschließlicher Wohnstandort, extrem hohe Auspendlerzahlen, unmittelbare Randgemeinde von Stadthagen

Lindhorst

4.800
(9)

610
(8)

-63

III A

Überwiegend ländlich geprägter Wohnstandort, sehr kleiner Wirtschaftsstandort, ebenfalls sehr hohe Auspendlerzahlen

Lüdersfeld

1.100

150

-52

III C

ländlich geprägter ausschließlicher Wohnstandort, hohe Auspendlerzahlen, unmittelbare Randgemeinde von Stadthagen

SG Niedernwöhren

8.600

850

-68


Ländlich geprägte Samtgemeinde mit 6 Mitgliedsgemeinden, darunter 2 sehr kleine Wirtschaftsstandorte, sehr hoher Auspendlerüberschuss, überwiegend Wohngemeinden, Lage im unmittelbaren Umfeld von Stadthagen, deutliche Entfernung zur B 65, große Entfernung zur Ost-West-Achse der A 2, Mittellandkanal durchquert das Samtgemeindegebiet

Lauenhagen

1.500

80

-82

III C

ländlich geprägter ausschließlicher Wohnstandort, extrem hohe Auspendlerzahlen, unmittelbare Randgemeinde von Stadthagen

Meerbeck

2.100

250

-64

III B

Wohnstandort, sehr hoher Auspendlerüberschuss, unmittelbare Randgemeinde von Stadthagen

Niedernwöhren

1.900

270

-57

III B

Wohnstandort, negative Pendlerbilanz, unmittelbare Randgemeinde von Stadthagen

Nordsehl

800

40

-78

III C

ländlich geprägter ausschließlicher Wohnstandort, extrem hoher Auspendlerüberschuss, unmittelbare Randgemeinde von Stadthagen

Pollhagen

1.300

140

-68

III C

ländlich geprägter ausschließlicher Wohnstandort, sehr hoher Auspendlerüberschuss,

Wiedensahl

1.000

80

-71

III C

ländlich geprägter ausschließlicher Wohnstandort, sehr hoher Auspendlerüberschuss

Auetal

6.600
(6)

600
(12)

-67

III A

Ländlich geprägter Wohnstandort, sehr hohe Auspendlerzahlen, kleiner Wirtschaftsstandort, 8 industrielle Kleinbetriebe, Einzelhandelszentralität extrem niedrig, herausragende Lage an der A 2

1) Bevölkerung am 01.01.1998
2) sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort, 30.06.1997
3) Einpendler abzüglich Auspendler in % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Wohnort, 30.06.1996
4) siehe Tabelle 3.0/1b

Quelle: NIW (Hrsg.) (1998), Teil B, S. 70-72

 

Tabelle 3.0/1b (zu Fußnote 4): Wirtschaftsstandorttypen im Landkreis Schaumburg

Kategorie der Wirtschaftsstandorte

Kernindikator:     Beschäftigtengrößenklasse

Große Standorte

 

I A

20.000 und mehr Beschäftigte

I B

5.000 bis unter 20.000 Beschäftigte

  

Mittelgroße Standorte

 

II A

2.000 bis unter 5.000 Beschäftigte

II B

1.000 bis unter 2.000 Beschäftigte

  

Kleine Standorte

 

III A

500 bis unter 1.000 Beschäftigte

III B

250 bis unter 500 Beschäftigte

III C

bis unter 250 Beschäftigte

Quelle: NIW (Hrsg.) (1998), Teil B, S. 51